SPD im Kreis Ahrweiler
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WIR BEWEGEN DEN KREIS

Wir möchten uns auch in der kommenden Legislaturperiode für Sie im Kreistag stark machen und unseren Landkreis in eine lebenswerte Zukunft führen. Daher bitten wir am 25. Mai 2014 um Ihre Stimmen.

 

DIE SPD IM KREIS AHRWEILER STEHT FÜR:

 

Bildung und Betreuung

  • Sicherstellung eines breiten und flächendeckenden Bildungsangebotes

  • Bedarfsgerechte Ganztagsbetreuung in Schulen und Kindergärten im gesamten Kreisgebiet

  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf


Solidarität, Integration, Inklusion

  • Schwache mitnehmen

  • Chancengleichheit für Menschen mit Migrationshintergrund

  • Umfassende Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung


Partizipation

  • Junge für Politik begeistern

  • Förderung von Jugend- und Seniorenbeiräten

  • Mehr Bürgerbeteiligung


Soziales und Gesundheit

  • flächendeckende, medizinische Grundversorgung sicherstellen

  • Vorrang für ambulante Pflege

  • Jugendpflege und Schulsozialarbeit sind Pflicht

  • wirksamer Kinder- und Jugendschutz


Ehrenamt, Freizeit und Sport

  • Ehrenamtliches Engagement auf allen Ebenen fördern

  • Sport und Freizeitangebote für alle Altersstufen

  • Kulturelle Vielfalt unterstützen


Lebenswerten ländlichen Raum erhalten

  • Masterplan für das Leben auf dem Land

  • Strukturen erhalten

  • Mobilität sichern – ÖPNV verbessern


Umwelt, Energie, Tourismus

  • Natur- und Kulturlandschaft erhalten

  • Schutz vor Bahn- und Verkehrslärm

  • Ausbau erneuerbarer Energien

  • Kreisweite Tourismuskooperation


Wirtschaft und Infrastruktur

  • zukunftsorientierte, sichere und sozialverträgliche Arbeitsplätze

  • gute Verkehrsinfrastruktur

  • pro A1 und für Entlastung der Orte an der B266

  • schnelles Internet überall


Moderne Strukturen

  • Kommunen stärken

  • gerechte Finanzverteilung

  • Kommunalisierung statt Privatisierung

  • Anreize für freiwillige kommunale Kooperationen

 

Ausführliche Informationen zu unseren Themen können Sie den unten stehenden Kreispolitischen Kernpunkten 2014 - 2019 entnehmen.

 

Informationen zu den einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten finden Sie unter KANDIDATEN.


Kreispolitische Kernpunkte 2014 - 2019

Kreispolitische Kernpunkte 2014 - 2019

1. Wir brauchen eine dynamische Politik, die auf die Tatkraft der Menschen in unserem Kreis setzt. Wir brauchen den fairen Wettstreit der Ideen. Und wir brauchen entscheidungsstarke Politikerinnen und Politiker, die sich für unsere Region engagieren.


Zentrale Aufgaben der unmittelbaren Zukunft

2. Es ist absehbar, dass in den kommenden Jahrzehnten die Bevölkerung auch in unserer Region zahlenmäßig abnehmen und altersmäßig zunehmen wird. Für die Politik ist dieser demographische Trend eine große Herausforderung. Dies gilt in besonderem Maße für die Planung der kommunalen Infrastruktur. Angefangen von den Kindergärten und Schulen über die Frage der künftigen Baulandausweisung bis zu den Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger.

 

3. Die Entwicklung vom Mangel an Ausbildungsplätzen zum Mangel an Auszubildenden, vom Überangebot qualifizierter Arbeitskräfte zum Mangel an Fachkräften bedarf politischer Antworten. 

 

4. Bei allen kommunalen Entscheidungen ist verstärkt auf Familienfreundlichkeit zu achten.

 

5. Die Organisation von Kinderbetreuung für den ganzen Tag ist eine Investition für die Zukunft. Im Rahmen der „Bildung von Anfang an“ geht es schwerpunktmäßig um die Ganztagsbetreuung, die Sprachförderung, um Plätze für die unter Dreijährigen, um die schrittweise Beitragsfreiheit und um die Gewähr, dass die Teilnahme am gemeinsamen Mittagessen nicht am Geld scheitert (Sozialfonds für Mittagessen). Die Zahl der Krippenplätze muss bedarfsgerecht erweitert werden. Kindern, deren Eltern an einer Eingliederungsmaßnahme in Arbeit oder an einem Integrationskurs teilnehmen, wird ein Betreuungsplatz garantiert. Die Personalversorgung der Kindertagesstätten ist sicher zu stellen. 

 

6. Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung das Betreuungsgeld ablehnt. Denn es ist bildungspolitisch und frauenpolitisch das falsche Signal.

 

7. Vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage gilt es einerseits, Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen, um wirklich alle Finanzmittel effizient einzusetzen, und andererseits, durch gezielte Investitionen in die Infrastruktur die regionale Wirtschaft anzukurbeln. Hierzu wollen wir besonders die dezentrale Energieversorgung und den Ausbau von Blockheizkraftwerken verstärkt in Angriff nehmen. Die Förderung alternativer und regenerativer Energieversorgung hat Vorrang. Nur so können wir die Abhängigkeit von den Versorgungsmonopolen und die Belastung durch stark steigende Versorgungspreise für jeden von uns mindern. 

 

8. Gerade in den dünner besiedelten Regionen ist es wichtig, eine schnelle Internetanbindung sicher zu stellen, um eine gleichwertige Versorgung zu gewährleisten. Mit Hilfe des neuen Förderprogramms der Landesregierung ist es möglich, auch Ortschaften anzubinden, die bisher nicht über eine schnelle Internet-Verbindung verfügen. Die Versorgungslücken im ländlichen Raum sind Schritt für Schritt zu schließen.


Bildung sichern, Betreuung ausbauen

9. Durch die laufende Schulstrukturreform steht Rheinland-Pfalz und damit auch der Landkreis vor einer tiefgreifenden Reform des Schulsystems. In einem ersten Schritt werden die Regionalen Schulen in Realschulen Plus umgewandelt. An ihnen gibt es gemeinsamen Unterricht in den Klassen 5 und 6. Die nachfolgenden Klassen werden abschlussbezogen oder teilintegrativ unterrichtet. Mehrzügige Hauptschulen und Realschulen wurden ebenfalls in Realschulen Plus umgewandelt, die bei entsprechender Nachfrage um eine Fachoberschule mit dem Ziel der „Fachhochschulreife“ ergänzt werden. Dies ist am Standort Adenau gelungen.

10. Am Standort Remagen ist eine Integrierte Gesamtschule im Aufbau. Damit sind im Landkreis Ahrweiler alle Schularten der Sekundarstufe 1 und 2 vertreten. 

 

11.Mit zwei Ganztags-Gymnasien in achtjähriger Form gibt es klar strukturierte Angebote zum schnelleren Erwerb der allgemeinen Hochschulreife.

 

12. Mit der Einführung der „Vollen Halbtagsschule“ an den Grundschulen und Ganztagsangeboten auf freiwilliger Basis an allen Schulformen können Familie und Beruf leichter miteinander vereinbart werden. Im Bereich der Schulen ebenso wie der Kindertagesstätten muss die Beförderung der Kinder und Jugendlichen einer ständigen Überprüfung und Verbesserung unterzogen werden.

 

13. Mit dem Ausbau von Schwerpunktschulen wird Schritt für Schritt die Wahlfreiheit der Eltern zwischen Förderschulen und Regelschulen erreicht. Inklusion heißt: Vielfalt leben. Inklusion ist gelungen, wenn jeder Mensch von der Gesellschaft akzeptiert wird. Genau so wie er ist. Weil Unterschiede normal sind. Mit Inklusion wird aus dem Nebeneinander ein Miteinander und ein gemeinsamer Alltag selbstverständlich.


Gut leben im Alter

14.  In einer hohen Lebenserwartung liegen gesellschaftliche Chancen, die Erfahrung und das Wissen der Älteren zu nutzen und von Älteren vermehrt Unterstützung zu erhalten. Das kreative Potential der Senioren ist riesengroß. Viele ältere Bürgerinnen und Bürger sind gerne bereit, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Das Mehrgenerationenhaus in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist dafür ein exzellentes Beispiel und für weitere Angebote in der Region ein Modellprojekt. Wir wollen gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen des Kreises erreichen. Wesentliche Voraussetzungen dafür werden in den Kommunen geschaffen. „Gut leben im Alter“ heißt für uns:  Die Menschen möchten auch im Alter möglichst selbstbestimmt wohnen auch bei Pflege und Unterstützungsbedarf, sie möchten auch im Alter mobil und fit sein,  sie möchten auch im Alter gut und sicher leben, sie möchten in einem guten Miteinander mit allen Generationen leben und sie möchten teilhaben, beteiligt werden, gebraucht werden, sich einbringen.

 

Dem Ausbau und der Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs in unserer Region widmen wir besondere Aufmerksamkeit. Für alle Generationen ist barrierefreies Planen und Bauen notwendig. Dies kommt gleichermaßen kleinen Kindern, Behinderten und älteren Menschen und ihrer Betreuung zugute. Bezahlbarer Wohnraum für ältere Menschen muss verstärkt angestrebt werden.

 

Seniorenbeiräte sind ein geeignetes Mittel, die Interessen der älteren Menschen in die Kommunalpolitik einfließen zu lassen. Ein mit entsprechenden Kompetenzen ausgestatteter Seniorenbeirat ist eine Bereicherung für das Zusammenleben der Generationen. Dafür wollen wir uns einsetzen.


Kunst, Kultur und Sport

15. Kunst und Kultur sind ein fester Teil unseres Lebens. Der Kultursommer Rheinland-Pfalz gibt dafür wichtige Impulse. Kultur und Kunst an Rhein, Ahr und in der Eifel müssen noch intensiver in den Kultursommer einbezogen werden. Der Tag der Architektur, der Tag des offenen Denkmals und der Tag der offenen Ateliers sind wichtige Einzelprojekte in einer lebendigen Kulturlandschaft. Das Museum Arp in Remagen-Rolandseck gibt unserer Region neue Zukunftschancen und dem Kunst- und Kulturstandort Landkreis Ahrweiler ein neues Gesicht.

Auch an der Basis gilt es, Kultur zu fördern. Zahlreiche Privatpersonen und Initiativen kümmern sich um die Förderung insbesondere auch „junger“ Kunst. Diese gilt es bei ihrer Arbeit, auch finanziell, zu unterstützen. Sei es bei der Veranstaltung von Ausstellungen, Lesungen und Konzerten, oder bei der Bereitstellung bedarfsgerechter Räumlichkeiten wie Ateliers oder Proberäumen.

 

16. Wir setzen uns ein für die Sanierung der Sportanlagen. Ziel ist, durch den Umbau weiterer Kunstrasen- und Naturrasenplätze die Sportversorgung im Kreis zu sichern.


Jugend beteiligen und fördern

17. Wir wollen, dass die weiterführenden Schulen im Kreis Ahrweiler einmal jährlich zum Ende der Mittelstufe einen Tag der Kommunalpolitik durchführen. Schwerpunkt dieses Tages soll ein Einblick in die Entscheidungswege der Kommunalpolitik besonders bei jugendrelevanten Themen sein. 2013 ist dieser Tag erstmals durchgeführt worden.

Wir setzen uns ein für eine Wiederbelebung der Jugendkreistage nach dem Vorbild der Jugendlandtage.

Wir treten ein für das Kommunalwahlrecht ab 16 Jahren. Das Wahlrecht für 16- und 17-Jährige bei Kommunalwahlen ist im bundesweiten Ländervergleich keine Ausnahme mehr. Acht von 14 Flächenländern haben das Wahlalter herabgesetzt.

 

18. Wir fordern die Gründung eines Jugendbeirates als feste Institution. Die Jugend im Kreis Ahrweiler soll bei jedem jugendrelevanten Thema ein freies und unbeeinflusstes Mitspracherecht haben. Um der familienfreundlichste Kreis in Rheinland-Pfalz zu werden, ist die Einrichtung eines Jugendbeirates unabdingbar.

 

19. Um eine chancengleiche Entwicklung aller Jugendlichen zu ermöglichen, fordern wir die Einrichtung eines Jugendferienpasses im Kreis Ahrweiler. Dieser soll finanziell benachteiligten Jugendlichen einen kostengünstigen Zugang zu kommunalen Einrichtungen während der Sommerferien gewähren. Hierbei muss die Benutzung des Öffentlichen Nahverkehrs eingeschlossen sein.

Wir fordern eine verstärkte finanzielle Ausstattung der örtlichen Jugendtreffs und der notwendigen pädagogischen Betreuung und setzen uns für die Ausweitung von Jugendtaxis im gesamten Kreis ein.


Tourismus weiterentwickeln und Potenziale nutzen

20. Es liegt nahe, dass sich die Tourismuswirtschaft auf die chancenreichsten Themen Wandern und Radwandern, Gesundheit, Wellness und Wein sowie Kunst und Kultur konzentriert.

Der Kreis Ahrweiler bietet eine Vielfalt von Möglichkeiten, durch persönliches Engagement in der Freizeit die Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen. Ein besonderer Stellenwert kommt in diesem Zusammenhang den Heilbädern zu.

Die beste Werbung für den Fremdenverkehr ist ein attraktives und familienfreundliches Angebot und eine gesunde Umwelt. Gäste schätzen die persönliche Ansprache und emotionale Einbindung, sie erwarten ein Betätigungsangebot auch und gerade bei ungünstiger Witterung. Sie möchten sich über die Angebote rasch orientieren können und rechnen mit modernem Zimmerkomfort.

 

21. Durch zielgruppenorientierte, bedarfsgerechte Mehrtagesangebote kann es gelingen, die Übernachtungszahlen und damit auch die Verweildauer zu steigern. Hierbei gilt es, neue Highlights im Kreis wie das Arp Museum oder den Vulkanpark, aber auch Bewährtes wie die Weintradition und die Rheinromantik sowie landschaftliche Schönheiten wie die Hohe Acht, den Laacher See, das Rheintal und das Ahrtal miteinander zu verknüpfen.

 

22. Bei der Ausarbeitung der touristischen Angebote ist insbesondere auf Barrierefreiheit zu achten.

 

23. Seit 2002 ist das Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz als UNESCO-Welterbe anerkannt. Damit wird ein Teil des Rheintals als fortbestehende Kulturlandschaft gewürdigt. Auch das Rheintal zwischen Neuwied und Bonn sollte sich gemeinsam mit Maria Laach um die Anerkennung bewerben.


Arbeitsplätze schaffen, Infrastruktur verbessern

24. Im Rahmen der Finanzkraft ist die Wirtschaftsförderung eine wichtige Aufgabe des Kreises. Dabei geht es darum, die gewerblichen Standortbedingungen zu verbessern, wichtige gewerbliche Investitionen zu fördern und zu helfen, bestehende Gewerbegebiete auszulasten und Gewerbebrachen wieder zu aktivieren.


25. Die Lücke in der A 1 wird geschlossen. Damit wird insbesondere die Eifel und der Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz gestärkt.


26. Die Erfolgspotentiale des Kreises Ahrweiler liegen in der Kreativität, dem Gestaltungswillen und dem Mut der Menschen, die hier leben. Diese zu unterstützen, ist Bestandteil einer zukunftsfähigen Wirtschaftsförderung durch die Kommunen und den Kreis. Im Kern geht es dabei darum, kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Existenzgründern verlässliche und unbürokratische Rahmenbedingungen zu bieten.


27. Das Ziel heißt: Mehr Lebensqualität durch sichere Arbeitsverhältnisse und neue Arbeitsplätze. Leiharbeitskräfte sind für die Dauer ihres Einsatzes in Vergütung und Rechten den Stammarbeitskräften gleich zu stellen. Minijobs müssen Ausnahme bleiben. Für Mann und Frau fordern wir gleichen Lohn für gleiche Arbeit sowie eine Bezahlung, die den Lebensunterhalt sichert. Menschen mit Behinderungen sind durch das Schaffen integrativer Arbeitsplätze in das Berufsleben einzubinden.

 

28. Das Bonn/Berlin-Gesetz ist geltendes Recht und als solches von allen Beteiligten zu respektieren. Es garantiert die dauerhafte und faire Arbeitsteilung zwischen Berlin und der Bundesstadt Bonn. Der Bund hat nach dem Umzugsbeschluss seine Verantwortung für die Region Bonn anerkannt. Die Region Bonn hat seit 1949 die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland maßgeblich geprägt. Der Bund steht heute – mehr als 20 Jahre nach dem Umzugsbeschluss – der Region Bonn gegenüber weiter in der Verantwortung.

 

29. Der Innovationspark Rheinland unmittelbar an der A 61 ist aus Mitteln des Bonn/Berlin-Gesetzes entstanden. Die Ansiedlung von HARIBO ist ein herausragender Impuls für den Arbeitsmarkt im Kreis.

 

30. Die Fachhochschule Rhein-Ahr-Campus Remagen ist eine große Bereicherung für Bildung und Ausbildung im Landkreis Ahrweiler. Die Studiengänge sind innovativ und eröffnen gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

 

31. Der Ausbau des Nürburgrings war geprägt von erheblichen Rückschlägen.  Und Verteuerungen. Daran ist nichts zu beschönigen. Nun geht es darum, den historischen Ring und die Grand-Prix-Strecke für den Breitensport und Tourismus-Fahrten im vollen Umfang offen zu halten. Ziel muss sein, alle bisherigen Veranstaltungen zu gewährleisten, neue anzuziehen und damit Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern. In diesem Zusammenhang ist die Ansiedlung des Hyundai-Testzentrums am Nürburgring ein sehr gutes Signal.

 

32. Das Filialnetz der Kreissparkasse in seiner jetzt bestehenden Form sollte unbedingt erhalten werden, um die Nähe zum Bürger zu gewährleisten und die Versorgung auch in dieser Hinsicht flächendeckend sicherzustellen. Die Stärkung des Eigenkapitals der Kreissparkasse hat Vorrang vor jeder Gewinnentnahme.

 

33. Solide Finanzen sind das A und O einer erfolgreichen Kommunalpolitik. Dieser Grundsatz gilt besonders bei der Aufnahme von Krediten und bei Investitionen mit erheblichen Folgekosten. Bei der Festlegung der Kreisumlage müssen die Belange der zahlenden Gemeinden beachtet werden. Mit der vollständigen Übernahme der Grundsicherung durch den Bund und dem neuen kommunalen Finanzausgleich erhält der Landkreis Ahrweiler Spielräume. Auch bei der Eingliederungshilfe und der Jugendhilfe muss sich der Bund stärker beteiligen.


Umwelt erhalten, Klimaschutz forcieren, Lärm bekämpfen

34. Durch die Natur- und Kulturlandschaften in den Tälern von Rhein und Ahr sowie in der Eifel verfügt der Landkreis Ahrweiler auf kleinem Raum über eine Vielfalt an landschaftlicher Schönheit. Diese gilt es zu erhalten und gleichzeitig für den Tourismus zu nutzen. Durch gezielte Förderung von Ökotourismus, aber auch von ökologischer Landwirtschaft mit angeschlossener Direktvermarktung bieten sich vollkommen neue Perspektiven, Ökologie und Ökonomie sinnstiftend miteinander zu verbinden.

Der Schutz vor Lärm und Erschütterungen durch die Bahn muss spürbar verbessert werden, indem bundesweit die Mittel hierzu auf jährlich 200 Millionen Euro verdoppelt werden. Die Abschaffung des Schienenbonus und ein wirksames, vom Lärm abhängigen Trassenpreissystem sind dringend notwendig.

 

35. Auf Antrag der Sozialdemokraten wurde 1984 ein Umweltqualitätsbericht erstellt und 1989 fortgeschrieben. Eine aktuelle Bestandsaufnahme zur Situation der Umwelt ist dringend geboten.

 

36. Energiewende ist die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität mit erneuerbaren Energien. Hierzu zählen im Wesentlichen Windenergie, Wasserkraft, Sonnenenergie, Biomasse und Geothermie als Alternative zu fossilen Energieträgern (Öl, Kohle, Gas) sowie Kernbrennstoffen (Uran).

 

37.  Bereits jetzt sind kreiseigene Gebäude mit Anlagen zur Nutzung von Solarenergie ausgestattet. Diesen Weg gilt es weiter zu verfolgen. Bei der Sanierung von kommunalen Gebäuden soll nicht nur die bauliche Neugestaltung, sondern auch die Verbesserung der Energieeffizienz Grundlage der planerischen Überlegungen sein. Bei der Bewältigung der Aufgaben im Rahmen der Energiewende sollte die Solarstrom GmbH eine aktivere Rolle einnehmen.

 

38. Die Abfallwirtschaft muss gleichermaßen umweltfreundlich und bezahlbar sein. Vermeiden von Abfall geht vor Verwerten, und Verwerten geht vor Entsorgen. Die Angebote der Abfallwirtschaft müssen durchschaubar und zweckmäßig sein. Alle Vorgaben und Richtlinien gehören in regelmäßigen Abständen auf den Prüfstand. Die energetische Verwertung der Grünabfälle muss umgehend angegangen werden.


Das Miteinander menschlich gestalten

39. Das gesellschaftliche Leben funktioniert umso besser, je mehr Menschen in Arbeit sind. Deshalb gilt es gerade in wirtschaftlich nicht einfachen Zeiten dafür zu sorgen, Arbeitsplätze zu erhalten, wo möglich, neue zu schaffen, und insbesondere Menschen, die aktuell ohne Arbeit sind, den (Wieder-) Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen.

 

 

40. Alternative Wohnformen und eine Wiederbelebung der Wohnbaugenossenschaften sind Herausforderungen unserer Zeit. Dazu gehört auch der Erhalt von Wohnsubstanz, die das Stadtbild prägen.


41. In der Gesundheitspolitik bei der Vorsorge zu sparen, macht keinen Sinn. Gesundheit muss für alle bezahlbar sein. Jeder hat den gleichen Anspruch auf eine gute medizinische Versorgung. Dabei haben Gesundheitsförderung und Krankheitsverhütung einen besonderen Stellenwert. Die Häufigkeit psychischer Beeinträchtigungen und Erkrankungen hat stark zugenommen.. Die Wartezeiten bis zu einer Behandlung sind erheblich. Ziel ist eine wohnortnahe psychotherapeutische Versorgung mit kurzen Wartezeiten.

42. Entsprechend der Prinzipien der Pflegeversicherung unterstützen wir im Kreis Ahrweiler den bedarfsgerechten Ausbau und Aufbau von Betreuungsangeboten für pflegebedürftige Menschen. Hierbei ist dem Vorrang ambulanter und teilstationärer Angebote gegenüber stationärer Betreuung Rechnung zu tragen. Wir setzen uns dafür ein, pflegende Angehörige stärker zu entlasten. Und wir setzen uns für eine deutliche Aufwertung der Pflegeberufe ein.


43. Wir fordern die kreisweite Einrichtung von Mehrgenerationenhäusern als offene Treffpunkte, an denen sich Angehörige verschiedener Generationen begegnen und gegenseitig unterstützen. Hierfür ist das Mehrgenerationenhaus Bad Neuenahr-Ahrweiler ein herausragendes Beispiel.


44. Im Öffentlichen Personennahverkehr ist die Bündelung von Linien sinnvoll, damit neben Linien mit rentabler Auslastung auch Linien mit schwacher Auslastung im ländlichen Raum bestehen bleiben können.


45. Wir unterstützen die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten. Die Gleichstellung der Geschlechter ist Voraussetzung einer demokratischen Gesellschaft.


46. Immer mehr Frauen und Kinder werden Opfer von Gewalt und brauchen dringend Hilfe. Wir unterstützen Initiativen und Einrichtungen, die Schutz bieten und qualifizierte Beratung ermöglichen. Ihre Finanzierung ist dauerhaft zu sichern.


47. Der Beirat für Migration und Integration des Kreises leistet gute Arbeit für die Interessenvertretung und Integration der ausländischen Mitbürger. Wir wollen, dass dieses Engagement angemessen ideell und finanziell unterstützt wird.


48. Nicht alle Wechselfälle des Lebens lassen sich leicht meistern. Beratung kann eine wichtige Hilfe sein. Wir unterstützen die Arbeit der Kirchen, der freien Wohlfahrtverbände und eine Reihe weiterer Einrichtungen. Ihre Beratungsarbeit ist dauerhaft finanziell zu sichern.


49. Bürgerengagement zeigt sich im Ehrenamt, im aktiven Vereinsleben – und hier besonders im Bereich des Sports, in der Mitarbeit in Selbsthilfegruppen, der Teilhabe und Mitbestimmung an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen in den Gremien und Initiativen wie auch durch Stiften und Spenden von Geld. Wir wollen dafür Sorge tragen, dass dieses Engagement in angemessener Weise anerkannt, gewürdigt und unterstützt wird.